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Neue Technologien

Alexander Eichberger

Oberpfaffenhofen – „Hightech in schöner Umgebung hat seinen Reiz“ lobt Alexander Eichberger von „intec“ den Gewerbestandort Argelsrieder Feld. Peu a peu entwickelt sich das ehemals landwirtschaftlich genutzte Areal im Weßlinger Ortsteil Oberpfaffenhofen zu einer internationalen Adresse. Was nicht zuletzt an den Firmen liegt, die sich dort angesiedelt haben.
Die „Ingenieurgesellschaft für neue Technologien“ (intec) hat ihren Sitz seit dem März 2000 im Argelsrieder Feld. Firmengründer ist Alexander Eichberger, einst wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in der Organisationseinheit „Fahrzeugsystem – Dynamik“. 1993 promovierte er, anschließend machte er sich als Spin-Off des DLR selbstständig. 2001 übernahm er sämtliche Rechte auf das unter seiner Mitwirkung entwickelte Software-Programm. Zu den Nutzern zählen weltweit Kunden aus der Luftfahrt- und Automobilindustrie, wie BMW, DaimlerChrysler, MAN Nutzfahrzeuge und Eurocopter. „Im Bereich Schienenverkehr sind wir sogar Marktführer“, betont Eichberger. Zu den Kunden zählen hier unter anderem Siemens und Bombardier.
So simple sich das Software-Programm erklären lässt, so wirkungsvoll ist es. „Mit unserem Tool wird im Vorfeld jede Situation, die auch im realen Verkehrsgeschehen vorkommt, simuliert“, erklärt Eichberger. Wird ein neues Auto entwickelt, kann anhand des Computers schon im Vorfeld überprüft werden, ob das Fahrzeug beispielsweise bei Nässe in der Kurve schleudert. Was gefährliche Versuche mit Testfahrern und somit auch den Bau von soundso vielen teuren Prototypen auf ein Minimum reduziert. Eichberger: „Die Entwicklungszeiten verkürzen sich durch den virtuellen Prototypen drastisch. Das erspart dem Hersteller wiederum erhebliche Kosten.“
Am konkreten Beispiel: „Bei der Entwicklung des ICE 3, der mit 300 km/h zwischen Frankfurt und Köln verkehrt, wurde mit der intec-software die komplette Laufdynamik simuliert. So lange, bis fest stand, dass der Zug selbst bei dieser hohen Geschwindigkeit nicht entgleisen wird. „Unser Werkzeug wird zwischenzeitlich bei 60 Industriekunden und an 100 Hochschulinstituten eingesetzt.“
Am Standort Oberpfaffenhofen beschäftigt das Unternehmen 30 Mitarbeiter. Vor einem Jahr wurde in England eine Tochterfirma eröffnet. Außerdem gibt es Vertriebspartner in den USA, Japan, China und Korea. Mit ins Unternehmen eingestiegen ist als zweiter Geschäftsführer und Mitinhaber der Schienenfahrzeugexperte Lutz Mauer. Die Wachstumsrate gibt Eichberger mit 20 bis 30 Prozent jährlich an. „Unser Ziel ist, weiter zu expandieren und auch international noch mehr Umsätze zu machen.“ Was durchaus im realistischen Bereich liegt. „Die Produktentwicklung wird in Zukunft noch mehr auf den Rechner verlagert und wir haben dazu das passende Werkzeug.“ Uli Singer

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