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Keine Expansion Dank Gesundheitsreform

Werner Feldmeier

Oberpfaffenhofen – Selten waren sich Ärzte, Patienten, Apotheker und die Pharmaindustrie so einig, wie in ihrem Urteil über die viel diskutierte Gesundheitsreform. „Ich habe schon an die sechs Reformen mitgemacht. Die jetzige aber ist die schlimmste“, sagt Werner Feldmeier, Geschäftsführer des Pharmaunternehmens „APS“. Das vor 15 Jahren gegründete mittelständische Unternehmen hat sich als Hersteller von „Generika-Präparaten“, Produkt-Patente die in Eigenregie weiter entwickelt und kostengünstig für den Markt hergestellt werden, und im naturheilkundlichen Bereich einen Namen gemacht. Vor drei Jahren ist Feldmeier mit seinem Betrieb von Starnberg ins Weßlinger Gewerbegebiet „Argelsrieder Feld“ über gesiedelt. „Wir wollten expandieren, die Räumlichkeiten in Starnberg waren viel zu klein geworden.“
Von Expansion keine Spur mehr. „Wir verzeichnen katastrophale Umsatzeinbußen. Weshalb wir Personal abbauen müssen. Von einst 28 Mitarbeitern sind wir auf 18 geschrumpft. Das ist aber noch lange nicht das Ende der Fahnenstange.“ Schuld daran sei weniger die Reform selbst, als vielmehr das Chaos, das sie ausgelöst habe. „Keiner weiß mehr was Sache ist und wo es hingeht.“
Als Beispiel nennt Feldmeier die Unsicherheit in Bezug auf die so genannte „Übergangsregelung“. Von der Regierung geplant sei eine Ausnahmeliste, die zum 1. April 2004 vorliegen soll und in der detailliert aufgeführt wird, welche rezeptfreien Präparate künftig vom Arzt noch verordnet werden können. Bis dahin gelte eine Übergangsregelung.
„Die Kassenärztliche Vereinigung Bayern hat dazu fälschlicherweise ein Rundschreiben heraus gebracht, dass es diese Übergangsregelung nicht gibt.“ Der Erfolg sei, dass sich die Ärzte nicht mehr trauten, diese Präparate zu verschreiben. „Sie sitzen zwischen Rinde und Borke. Und wir haben keine Möglichkeit, dagegen anzusteuern.“
Dass unter diesen Voraussetzungen der unternehmerische Geist leide, verstehe sich von selbst, sagt Feldmeier. „Ich kann doch nicht einfach zusehen, wie mein Lebenswerk kaputt geht. Außerdem hat man eine soziale Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern.“ Betroffen von dem Gau sei außerdem die Gemeinde Weßling. „Als wir her gekommen sind, hat sich die Gemeinde gefreut, weil wir gut Gewerbesteuer bezahlten. Jetzt haben wir beantragt, die Veranschlagung herunter zu setzen. Bald zahlen wir gar nichts mehr.“

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