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Mit 100 Sachen durch die Welt...

Michael Wieth

...steht auf schnelle Flitzer

Michael Wieth: Fasziniert vom Motorengeräusch
Oberpfaffenhofen – Da, wo vor noch nicht allzu langer Zeit Kühe auf einer Weide grasten, werden heute GT-Rennwägen gebaut und auf die Piste geschickt. Der Rennstall von Michael Wieth befindet sich seit 1999 im Gewerbegebiet „Argelsrieder Feld“ in Oberpfaffenhofen. Die Hälfte des Jahres ist der 28-Jährige unterwegs, um nicht nur an Meisterschaften teilzunehmen. Gleichzeitig richtet er passend zum Rennspektakel Events aus.
„Das Motorengeräusch eines Ferraris ist ein melodischer Sound. Kein Komponist der Welt könnte je so etwas kreieren.“ Den Ausspruch, den einst der Komponist Herbert von Karajan getan hat, kann Michael Wieth voll und ganz nachvollziehen. Schon als Kind war er fasziniert von dem Geräusch hochtouriger Rennwagen. „Mit 15 bin ich mit dem Cart Rennen gefahren, mit 19 hatte ich bereits mein erstes Miniteam mit zwei Leuten und einem Porsche“, erzählt der gebürtige Münchner. Die Leidenschaft zum Motorsport wurde ihm durch seinen Vater in die Wiege gelegt. Franz Wieht, ebenfalls dem Motorsport verschrieben, habe ihm geraten Sportwägen zu Rennautos umzubauen und einen Rennstall aufzumachen, erzählt Michael Wieth. Inzwischen hat er sich auf Ferraris festgelegt.
Normalbürgern würde das Herz bluten, sähen sie, was mit den meist neuen oder verunfallten Autos angestellt wird. „Es kommt bis auf den Grundrahmen alles weg“, erzählt Wieth. Danach wird der Motor aufgemotzt, mittels Kohlefaser eine neue Karosserie gebaut und auch sonst bleibt nichts so, wie es einmal war. Weltweit gibt es lediglich eine Hand voll Hersteller, die es Wieth gleich tun.
Mit den umgebauten Ferraris geht es dann ab zu Rennen. Die ersten Wertungsläufe um die Weltmeisterschaft in der GT-Klasse für 2004 fanden in Monza, Valencia, Magny-Cours, Hockenheim, und Brno statt. Demnächst geht es nach Donington, Spa, Imola, Oschersleben, Dubai und ins chinesische Zhuhai. Zusätzlich werden sieben Rennen im Rahmen der französischen GT-Meisterschaft bestritten. Parallel zum Renngeschehen bietet „Wieth Racing“ ein umfangreiches und auch vielfältiges Event-Paket an. Dazu reist ein weiteres Team mit einem großen Lkw und einem Gastro-Zelt dem Rennteam hinterher. „Bis zu 100 Leute können wir so an der Rennstrecke bewirten. Sie sind dann direkt am Geschehen mit dabei.“ An rennfreien Tagen haben begeisterte Fans sogar Gelegenheit, sich als Beifahrer zu profilieren. „Unsere Events werden gerne von Firmen für ihre Mitarbeiter oder für ihre Kunden als Gesamtpaket gebucht.“
Damit alles reibungslos läuft, stehen dem Unternehmer, der rund 1,3 Millionen Euro Umsatz im Jahr macht, ein Team aus sechs Mechanikern, zwei Technikern, einem Werkzeugmacher, zwei Ingenieuren, sechs Fahrer, ein Team- und ein Eventmanager, ein Koch, zwei Büroleute und etliche Freiberufler zur Seite. Finanziert wird der Rennstall ausschließlich durch Sponsoren. Wieth: „Bei uns bringen sogar die Fahrer ihre eigenen Sponsoren mit.“ Uli Singer

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